Atomstrom?

Das sind schwierige Fragen. Ist der technischer Fortschritt bei elektronischen Konsumartikeln wirklich Gut? Ist Vollbeschäftigung wirklich erstrebenswert? Ist es wirklich eine gute Sache, Exportweltmeister zu sein? Wollen wir das ganze Zeug, das die Firmen produzieren, wirklich haben?

Mit der Atomstrom-Frage sind eben auch vielfältige way-of-life Fragen verknüpft, deren Antworten im Atom-Diskurs nicht einfach als bekannt vorausgesetzt werden dürfen.

In vielen Diskussionen zeigt sich aber oft eher die Kehrseite dieser Einsicht: Alle Überlegungen, die über den fortschrittskapitalistischen Industrialismus-Grundkonsens hinausgehen, werden von der Mehrheit als „Ketzerei“ wahrgenommen. Das ist die pure Angst vor Veränderung.

Letztens habe ich in einer Diskussion in der Pro-Atomkraft-Facebookgruppe darauf hingewiesen, dass man ja nicht nur über die Energieerzeugung, sondern auch über den Energiekonsum reden muss, also auch über die industrielle Produktion von Konsumgütern etc.  Darauf wurde mir eher ungehalten geantwortet, so „funktioniere unsere Wirtschaft eben mal“ und man könne „den Leuten doch auch einfach die Augen ausstechen“, dann bräuchten sie kein elektrisches Licht mehr.

Es ist schon ein wenig beunruhigend, dass „eventuell den Konsum beschränken“ sich für manche Leute auf dem gleichen abwegigen Niveau bewegt wie „Augen ausstechen“. Wir sollten dringend drüber nachdenken, wie fest sich schon bestimmte Überzeugungen/Glauben in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben.

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